Krankenstation

Grundsteinlegung Grundsteinlegung

Im Jahr 1996 gab die Regierung von Bangladesch lediglich 1,2 % des Bruttoinlandsproduktes für das Gesundheitswesen aus.
In der Bundesrepublik liegt der Anteil im Vergleich dazu um vieles höher.

Etwa 1/3 der Bevölkerung lebt unter der internationalen Armutsgrenze. Soziale Absicherung gibt es außerhalb der Familie kaum. Lediglich Angehörige des öffentlichen Dienstes erfeuen sich einer begrenzten staatlichen Unterstützung.Die größten gesundheitlichen Probleme in Bangladesch stellen unzureichende Hygiene und das tropische Klima dar.

Die Hungersituation hat sich seit der letzten Jahre zwar stetig verbessert, dennoch litten 2005 noch 48% der Kinder unter 5 Jahren an Untergewicht.Vor allem auf dem Land stellen Erkrankungen wie Malaria, Typhus, Pocken und Cholera eine ständige Gefahr dar.Die Versorgung der Bevölkerung mit zumindest medizinischer Grundversorgung ist auf dem Land katastrophal. Auf einen Arzt kommen hier bis zu 10.000 Einwohner.

Deshalb entstand schnell die Vision, neben der Schule in Arani auch eine Krankenstation zu bauen. Nach erstaunlich kurzer Zeit hat sich die Idee in Realität verwandelt. Um das Projekt auf eine solide Basis zu stellen, wurde zunächst vor Ort ein Komitee gegründet. Nachdem dann von lokalen Spendern ein 700 qm großes Grundstück zur Verfügung gestellt wurde, konnte bereits im Dezember 2004 der Grundstein gelegt werden. Wir freuten uns sehr, als wir im Januar 2006 unsere Krankenstation seiner Bestimmung übergeben konnten.

Deutsche Ärzte sind jederzeit herzlich willkommen, besonders Spezialisten sind sehr gesucht.

Bei Interesse bitte bei Asha melden.

 

Seit dem Frühjahr 2009 wird die Krankenstation in Eigenregie vom Verein "Rodoshi" betrieben.

Gesundheitsfakten

Lebenserwartung:60 Jahre
Säuglingssterblichkeit: von 1000 Kindern die geboren werden, sterben 56 im ersten Lebensjahr
Kindersterblichkeit: 8,2 % der Kinder sterben vor ihrem 5. Geburtstag
Säuglinge mit niedrigem Geburtsgewicht: 30 %
Unterernährte Kinder (unter 5 Jahren): 48 %
Kinder mit verzögertem Wachstum: 45 %
Schwer unterernährte Kinder: 13 %